In dieser Zeit entwickelte sich Goethe nicht nur als aufstrebender
Schriftsteller, sondern auch als experimentierfreudiger Künstler.
Seine frühen literarischen Bemühungen spiegelten nicht nur sein
Interesse an verschiedenen Gattungen wider, sondern auch sein
Streben nach kreativem Ausdruck und einer einzigartigen
künstlerischen Ausdrucksweise.
In dieser Phase vertiefte Goethe seine Auseinandersetzung mit
den Ideen und Strömungen des Sturm und Drang. Die Werke
aus dieser Zeit, wie "Götz von Berlichingen" (1773) und
"Die Leiden des jungen Werthers" (1774) , zeigen
seinem Streben nach emotionaler Intensität und individuellem
Ausdruck auf. Goethe setzte sich aktiv mit den literarischen und
philosophischen Konzepten des Sturm und Drang auseinander.
In der Weimarer Klassik, festigte Goethe seine Rolle als führender
Vertreter dieser Epoche. Sein Engagement am Weimarer
Hoftheater und die enge Zusammenarbeit mit Friedrich Schiller
trugen dazu bei, dass die Weimarer Klassik als Höhepunkt seiner
literarischen Schaffensperiode gilt. In dieser Zeit entstanden bedeutende
Werke wie "Iphigenie auf Tauris" (1787) und "Egmont" (1788). Diese Phase zeichnet sich zudem durch seine persönliche Kreativität aus, was Goethe
zu einem zentralen Akteur der Weimarer Klassik machte.